Heilpädagogisches Reiten (Reittherapie)

Heilpädagogisches Reiten ist eine ganzheitliche Fördermassnahme für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Ein Angebot für Menschen mit Behinderungen, Einschränkungen, Krankheiten oder Verhaltensauffälligkeiten.

 

 

„Das Pferd zeigt sich für jeden so, wie es vom Betrachter gesehen werden soll:

ein Kind, die grosse Mutter, die weise alte Frau, das verschlingende Ungeheuer,

der weise alte Mann, der aggressive Potenzprotz oder tragende Vater,

Animus und Anima. Das Pferd ist somit eine riesige Projektionswand für

die verschiedensten Wünsche, Ängste, Gefühle und Träume der Patienten.“


C.G. Jung

 

Heilpädagogisches Reiten (HPR) eignet sich als Fördermassnahme bei:

  • Verhaltensstörungen verschiedener Ursachen, u.a. ADS, Autismus
  • Störungen in der emotionalen Entwicklung
  • Kommunikations- und Beziehungsproblemen
  • Verschiedener Formen psychischer & psychosomatischen Erkrankungen
  • Mangelndem Körperbewusstsein
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Mangelndem Selbstbewusstsein & Durchsetzungsvermögen
  • Minimalen cerebralen Bewegungsstörungen
  • Störungen in der Wahrnehmung

Die Unterscheidung von Heilpädagogischem Reiten, Hippotherapie und Therapeutischem Reiten:

  • Im Heilpädagogischen Reiten wird der Mensch im Umgang mit dem Pferd und dem Reiten ganzheitlich angesprochen: körperlich, emotional, geistig und sozial. Zum HPR gehört daher wesentlich das Aufbauen einer Beziehung zum Pferd.
  • In der Hippotherapie wird das Pferd ausschliesslich als medizinische Behandlungsmassnahme verwendet. Hippotherapie wird definiert als „Physiotherapie mit Hilfe des Kleinpferdes, bei der die Bewegungsübertragung, vom im Schritt geführten Pferd, auf den Patienten genutzt wird“.
  • Das Therapeutische Reiten ist dem Heilpädagogischen Reiten sehr nahe. Es ist eine ganzheitliche Methode, die Körper, Geist und Seele anspricht. Im Gegensatz zum HPR, hat das Therapeutische Reiten einen medizinischen Hintergrund und nimmt so mehr rehabilitative als heilpädagogische Einflussnahme.